Bemerkenswert

Im Land der aufgehenden Sonne… 

Willkommen auf meinem Blog, der euch die Seele Japans ins Wohnzimmer und auf eure Smartphones bringen soll.  

News, Bilder, Artikel, Bücher, Websites, Tipps und zahlreiche Infos geben euch einen umfangreichen Einblick in das Land der aufgehenden Sonne, welches mich schon seit zwanzig Jahren immer wieder und stets neu in seinen Bann zieht.  

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Higashiyama 

Kyoto ist das kulturelle Zentrum Japans und wurde als einzige Stadt während des Zweiten Weltkriegs vollständig von Angriffen und Bomben verschont. Das gesamte Erbe der Stadt mit seinen 1600 buddhistischen Tempeln, 400 Shinto-Schreinen und unzähligen Gärten, kann auch heute noch von uns bewundert werden. 

Und so ist auch die Altstadt im Viertel Higashiyama komplett erhalten geblieben und besitzt nach wie vor die traditionellen Teehäuser und Ryokans, die bis ins 15. Jahrhundert zurückgehen. Hier befindet sich auch das erste und älteste Teehaus ganz Japans. 

Heute ist die Altstadt ein großer Touristenmagnet geworden und am Wochenende und untertags oft überfüllt. Souvenirläden, Ghibli-Fanshops, Hello Kitty Paradiese, Restaurants und Meiko-Verwandlungsstudios ziehen die Besucher zu Scharen an. 

Doch in den frühen Morgenstunden spürt man noch die Magie des alten Kyoto aus längst vergangenen Zeiten, wenn man Higashiyama gänzlich für sich allein hat und in die Schönheit des traditionellen Viertels eintauchen kann. 

おいしいです。。。

おいしいです (oishi desu) sagt man, wenn etwas lecker ist oder einfach gut schmeckt.

Die japanische Küche zählt zu einer der weltweit besten und besticht in vielerlei Hinsicht durch Qualität, Frische und hochwertige Zutaten. Zudem sind die Speisen oftmals sehr gesund und figurfreundlich.

Auch wenn Reis zum Grundnahrungsmittel der Japaner zählt, ist die japanische Küche sehr vielfältig und abwechslungsreich.

Doch nicht nur der Geschmack spielt bei den Japanern eine entscheidende Rolle, der Ästhetik kommt beim Essen eine ebenso große Funktion zu. Das Auge isst nirgendwo sonst so vorrangig mit, wie in Japan.

Ob hübsch dekorierte Schälchen oder liebevoll gestaltete Menüs – auf jedes Detail wird höchsten Wert gelegt. Und das sowohl in der traditionellen Küche als auch in der modernen Welt verspielter かわいい(kawaii = süß und niedlich) – Speisen.

Rindfleisch mit Reis
Onigiri
Gyoza
Okonomiyaki
Tempura
Miso Suppe
Sesam Spinat
Unagi Sushi
Edamame
Udon Suppe
Maguro Don
Kaiseki

Und Kawaii-Beispiele in Bento Boxen oder als Onigiri:

Onsen 温泉 – Paradies 

Ob Norden, Süden, Osten, Westen – ganz Japan verfügt über eine traditionelle Badekultur, die ein einmaliges Entspannungserlebnis als Alltags-Luxus ermöglicht.

Onsen sind die natürlichen heißen Badequellen, die das ganze Land durchziehen, da sich die japanischen Inseln auf aktivem Vulkangestein befinden.

Egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit, die heißen Quellen Japans haben immer Saison!

Ob indoor oder outdoor, im sogenannten rotenburo-style, das Onsen ist nicht nur für die Einheimischen ein unverzichtbares Highlight des japanischen Archipels.

Ich selbst muss mir eingestehen, dass ich onsen-süchtig geworden bin!

Das höchste Maß an Entspannung und auch der ästhetische Genuss der harmonisch gestalteten Badeanlage, machen einen Onsen-Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Doch gilt es die Etikette zu wahren und sich während der Badezeremonie an einige wichtige Regeln zu halten.

Was auf den ersten Blick eventuell lästig und pingelig erscheinen mag, erweist sich schnell als sinnvoll und wohltuend.

So muss man sich vor Betreten der Quelle gründlich waschen und reinigen. Somit sorgt man nicht nur für ein hygienisches Ambiente im Wasser, sondern erledigt auch vorab die Arbeit (Pflege und Reinigung des Körpers), bevor man sich anschließend gänzlich entspannt ins Vergnügen (Baden bis der Kreislauf schlapp macht) begeben kann.

Lange Haare müssen zudem im Onsen hochgebunden werden, um auch hier nicht das Wasser zu verunreinigen oder die anderen Gäste zu belästigen.

Meist sind die öffentlichen Badeanlagen auch nach Männern und Frauen getrennt, um auch hier keinerlei Minderung der absoluten Entspannung zu erzeugen, denn das Onsen wird wie die finnische Sauna nackt betreten.

Es gibt jedoch auch zahlreiche Onsen-Badeparks, die gemischt genutzt werden. Allerdings wird hier nicht auf Badebekleidung verzichtet.

Auch die heißen Quellen, die sich in der freien Natur, zum Beispiel in den Wäldern befinden, werden vorzugsweise in Badekleidung oder mit dünnen Onsen-Badetüchern besucht.

In zahlreichen Onsen herrscht außerdem Tatoo-Verbot, was traditionell vor allem die organisierte Kriminalität, wie die obligatorisch tätowierte Yakuza-Mafia fernhalten sollte.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass ein Onsen als Ort der Ruhe und Entspannung dient und somit lediglich leise Unterhaltungen gewünscht sind. Party ist also strikt untersagt und sollte andernorts ausgelebt werden.

Doch nicht nur die Menschen wissen die wohltuenden heißen Quellen zu schätzen…

Damit ihr in Japan niemals ein nahegelegenes Onsen verpasst, hilft ein typisches Erkennungssymbol bei der Suche weiter:

Matcha, Matcha, Matcha 

Japan liebt Matcha und vermarktet den exklusiven Tee auf jede erdenkliche Art und Weise!

Darüber hinaus ist das grüne Gold aber auch ein gesundes und sehr hochwertiges Getränk, das für die traditionellen Teezeremonien verwendet wird und sowohl Schönheit, Energie, Entgiftung als auch eine schlanke Linie verspricht.

Moosmärchenland

 

Moosgärten und Moosbewuchs spielen in der japanischen Gartenkultur und im Naturerlebnis der Japaner eine große und bedeutende Rolle.

Moose strahlen durch ihre samtige Struktur nicht nur Ruhe und Eleganz aus, sie werden in der ZEN-Gartenkunst oft auch verwendet, um ganze Miniaturlandschaften darzustellen.

Moos gilt in japanischen Gärten neben Stein als der beliebteste Bodendecker. Insbesondere auch daher, weil der bloße Anblick eines Gartenausschnitts nichts über die Größe des gesamten Areals erahnen lässt. Eine Moosfläche bietet im Vergleich zu einer anderen Pflanze keinen Maßstab als Orientierung.

Japanische Gärten verwenden oft dutzende, manchmal sogar hunderte verschiedener Moosarten. Diese Vielfalt bietet einen besonderen Augenschmaus.

Auch auf den beliebten Pilgerrouten, auf Bergfriedhöfen und in Waldtempelanlagen findet man eine regelrechte Überwucherung steinerner Statuen, Torii und Laternen.

Dieser märchenhafte, verwunschene Charakter schafft ein mystisches Ambiente mit einer unvergleichlichen Schönheit und Ästhetik, wie sie nur das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Natur in buddhistischer Harmonie schaffen können.